Heilpraktiker, München, Christine Fleckenstein

 

Was ist Schmerz?

Schmerz ist in der überwiegenden Zahl der Fälle ein Warnschmerz. Er tritt auf, um uns vor weiterer körperlicher Belastung zu schützen, die womöglich eine ernsthafte Schädigung der Körperstrukturen nach sich ziehen könnte. So hat z.B. die Migräne die Funktion, den Kopf absolut "ruhig zu stellen", um einer Verletzung der Bandscheiben im Halswirbelsäulenbereich vorzubeugen, die aufgrund langanhaltender Fehlbelastung drohen könnte. Auf diese Weise zwingt der Schmerz den Patienten in die Ruhe und Bewegungslosigkeit, womit er einen wichtigen Zweck erfüllt.

Beim Schmerzgeschehen findet sich immer eine Verkrampfung und Verkürzung von Muskeln und Faszien, die sich aufgrund anhaltender Haltungs- und Bewegungsfehler "zementiert" hat. Wissenschaftliche Studien, allen voran an der Universität Ulm, konnten mittlerweile die Schlüsselrolle der Faszien im Schmerzgeschehen nachweisen. Bei den Faszien handelt es sich um Bindegewebshüllen, die Organen, Muskeln und Knochen ihre Form geben und über den ganzen Körper miteinander vernetzt sind. Sie fungieren auch als unser wichtigstes Sinnesorgan der Propriozeption, also der eigenen Körperwahrnehmung. Daher haben Patienten nach der Behandlung des faszialen Bindegewebes häufig das Gefühl, sie würden irgendwie "anders" stehen, oder seien sogar schief - was natürlich nur zeigt, dass die langjährige, vertraute Fehlhaltung fälschlicherweise als richtig abgespeichert war.

Bei Überbelastung verdicken und "verkleben" die Faszien oder können sich aufspalten. Über freie Nervenendigungen kommt es dann zum Schmerzsignal. Die Faszien enthalten sogar mehr Nervenfasern als beispielsweise unsere Haut oder Augen. Daher erklären sich auch die zum Teil extrem starken Schmerzen bei einer Störung dieses "Organs".

Man hat festgestellt, dass Faszien die Fähigkeit haben, sich unabhängig von den Muskeln verspannen, aber auch lösen zu können. Da die Faszien über Druck und Wärme zu beeinflussen sind, sind Therapien, die auf die Entspannung und Lösung dieser Bindegewebsstrukturen abzielen, die wichtigsten Werkzeuge im Kampf gegen den Schmerz. Die von mir angewandte Bowen-Therapie, die Golgi-Punkt-Schmerztherapie, sowie die Energetisch Strukturelle Balance haben genau hier ihre Stärke. Neuere Forschungen lassen vermuten, dass auch die Wirkung der Akupunktur zum Teil auf diesem Mechanismus beruht.

Selbst wenn bereits manifeste körperliche Schädigungen vorhanden sind, wie z.B. Bandscheibenvorfälle, Knorpelabbau, Kalkablagerungen, entzündliche Vorgänge und ähnliches, sind diese selten der wirkliche Auslöser für Schmerzen. Vielmehr geht es auch hier darum, die beteiligten verkürzten Muskeln und Faszien zu entspannen, um den Schmerz reduzieren zu können. Nach einer Neuausrichtung des Bewegungsapparats erhalten die geschädigten Strukturen sogar die Chance, sich nach und nach zu regenerieren.

Die Grundannahmen der ganzheitlichen Schmerztherapie sind:

--> Beim Schmerz handelt es sich in den allermeisten Fällen um einen Warnschmerz, der den Körper vor (weiteren) Schädigungen schützen will
--> Schmerz ist ein Zeichen des Körpers für sich anbahnende oder bereits manifeste Stoffwechselentgleisungen (Übersäuerung, "Vergiftung", hormonelle Dysbalancen, Sauerstoffmangel im Gewebe)
--> Dem Schmerz liegt immer eine Verkrampfung der Muskeln und Faszien mit Beeinträchtigung der Ver- und Entsorgung der entsprechenden Bereiche und nachgelagerten Organe zugrunde
--> Schmerzen sind ein Schrei des Körpers nach orthomolekularen Substanzen (Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fettsäuren, Enzymen)
--> Körperschmerz ist oft auch Seelenschmerz

Diese Erkenntnisse legen nahe, dass neben manuellen Therapien auch die Stoffwechseloptimierung, eine gezielte Vitalstoffgabe und die Bearbeitung geistig-seelischer Blockaden in der Schmerztherapie ihren Platz haben sollten.


Seelenschmerz:

Wir sind uns kaum des Ausmaßes bewusst, in dem festgehaltene Gefühle und traumatisierende Erlebnisse sich auch dem Körper einprägen. Muskeltonus und Gefühle sind im Gehirn eng verkoppelt. So ist es nicht verwunderlich, dass während der Körperarbeit oft Bilder, Erinnerungen oder Emotionen hoch kommen, oder sich auch einfach ein erleichterndes Gefühl des Loslassens in Form einer tiefen Ausatmung einstellt. Schon bei der ersten Behandlung können wir ermitteln, ob bzw. in welchem Ausmaß emotionale Faktoren im Schmerzgeschehen eine Rolle spielen. Wichtig dabei können folgende Fragen sein:

- Was war in dem Moment, als der Schmerz (erstmals) auftrat, bzw. kurz vorher?
- Gibt es dazu eine "Deckerinnerung" aus der Kindheit?
- Welche Emotionen, Bilder oder Erinnerungen löst der Schmerz oder die Bewegungsblockade und das Haltungsmuster aus?

Auch die psychokinesiologische Testung kann wertvolle Hinweise auf zugrunde liegende seelische Blockaden geben. Nicht selten stellt sich dabei heraus, dass die entsprechenden Emotionen und Muster gar nicht unserem eigenen Erleben entspringen, sondern von Menschen aus unserem Umfeld (z.B. Partner, Eltern, Kind) übernommen werden. Wer hierzu mehr wissen will, sollte sich mit dem Thema "Spiegelneurone" näher beschäftigen.

Wenn sich herausstellt, dass seelische Faktoren eine wichtige Rolle im Geschehen spielen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Bearbeitung an, wie z.B. die Einnahme oder auch Einreibung von Bachblütenessenzen, die Intervention mit wingwave, Emotional Freedom Techniques (EFT), Visualisierung, inspiriertes Sprechen u.ä. Oftmals reicht sogar schon das Bewusstwerden des inneren Konflikts und der Zusammenhänge aus, um zu einer augenblicklichen Entspannung zu führen.

Zudem arbeite ich eng mit einer Diplom-Psychologin zusammen, mit deren Hilfe Sie bei Bedarf stark belastende Erfahrungen bearbeiten können.


Erfahren Sie mehr über einige häufige Schmerzsyndrome.

Auf meiner Praxis-Website erhalten Sie weitere Infos über die angesprochenen Therapien.

 

Christine Fleckenstein - Heilpraktikerin | Rheinstraße 7 | 80803 München | Tel. +49 (0)89/92306952
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