Heilpraktiker, München, Christine Fleckenstein

 

An dieser Stelle möchte ich Ihnen ein paar Gedanken zu einigen weit verbreiteten Schmerzzuständen nahebringen. Doch auch in der Schmerztherapie gilt: Keine Krankheit ist wie die andere und kein Patient ist wie der andere. In meiner Praxis stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Ich behandle keine "Migräne" oder "Rückenschmerzen", vielmehr interessiert mich, wie SIE IHRE Schmerzen erleben und was SIE an individuellen Krankheitsdispositionen und Heilungspotenzial mitbringen. Deswegen können die folgenden Informationen nur ein kleiner "Rundumschlag" sein.


Rückenschmerzen

Die Wirbelsäule ist die zentrale Bewegungsachse des Körpers. Sie bewegt sich allerdings nicht selbst, sondern wird von den Muskeln nach vorn, hinten und zu den beiden Seiten gebeugt oder auch in sich gedreht. Durch Fehlhaltungen kommt es zur Verkürzung bestimmter Muskelgruppen, was als "krumme Wirbelsäule" fehlinterpretiert wird. Einige Muskeln sind besonders prädestiniert als Auslöser von Rückenschmerzen, allen voran die großen Rückenstrecker, die Trapezmuskeln, die großen Gesäß- und Bauchmuskeln, sowie die Lendendarmbeinmuskeln.

Der Rückenschmerz ist zumeist Folge unserer sitzenden Lebensweise und der mangelnden Bewegung. Aber auch permanenter Leistungsstress, Überforderung oder Versagensängste begünstigen die Verkrampfung der Rücken- und Bauchmuskulatur.

Die verspannten Muskeln lassen sich durch die Golgi-Punkt-Schmerztherapie, die Bowen-Therapie, die Akupressur und gegebenenfalls Akupunktur bestimmter Schmerzpunkte, in der Regel gut und schnell entspannen, wodurch sich die gesamte Körperhaltung verbessert und Schmerzen überflüssig werden können.

Auch sollte bei Schmerzen v.a. in der Lendenwirbelsäulen-Region an den Darm gedacht werden. Schädigungen und Entzündungen der Darmschleimhaut, eine Besiedelung mit Hefepilzen oder Gärungs- und Fäulnisprozesse aufgrund gestörter Verdauungsvorgänge können reflektorisch zu Rückenschmerzen führen. Zudem verläuft entlang der LWS der Blasenmeridian. Entsprechend kann auch eine chronische Unterleibsverkühlung durch ständig kalte Füße oder bauchfreie Mode zu Rückenschmerzen beitragen. Auf der seelischen Ebene hat der Blasen-Funktionskreis einen Bezug zu den Themen Angst, Ungeduld und Frustration.


Kopfschmerz / Migräne

Kopfschmerzen rangieren in der Schmerzstatistik gleich hinter Rückenschmerzen. Wobei sich der Ort des Geschehens, Art und Intensität des Schmerzes individuell stark unterscheiden. Die Migräne gilt als Sonderform des Kopfschmerzes. Sie ist oft von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, sowie Sehstörungen begleitet und wird als extrem schmerzhaft und die Lebensqualität beeinträchtigend erlebt. Die Ursachen sowohl von Kopfschmerzen als auch von Migräne können vielschichtig sein. So können zum Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronisch entzündete Stirnhöhlen, psychische Belastungen, HWS-Blockaden oder Hormonstörungen das Schmerzgeschehen mit beeinflussen. Immer jedoch sind verspannte Muskeln und Bindegewebsverklebungen ursächlich beteiligt.

Sollten sich bei der Untersuchung mehrere Ursachen zeigen, oder nach einigen manuellen Behandlungen noch kein zufriedenstellender Erfolg eingetreten sein, werden parallel natürlich auch diese Beschwerden therapiert.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) unterscheidet im Wesentlichen einen Leber-, Galle-, Nieren- und Magenkopfschmerz. Tatsächlich kann - gerade bei Frauen - die Behandlung der Leber-Galle-Funktion mit bestimmten Nosoden und Bitterstoffen oft Erstaunliches bewirken.

Bitte denken Sie als Betroffene/r auch daran, unbedingt genügend stilles Wasser zu trinken. 30 ml pro Kilogramm Körpergewicht gelten für Erwachsene als Richtwert. Bei großer Hitze oder Sport erhöht sich der Bedarf entsprechend. Wenn Sie merken, dass sich ein Kopfschmerz anbahnt, sollten Sie unbedingt einmal Folgendes ausprobieren: Trinken Sie ein Glas Basentrunk (gern empfehle ich Ihnen ein Präparat, oder Sie lassen sich in Ihrer Apotheke beraten) und anschließend 1-2 Liter reines stilles Wasser innerhalb von ein bis zwei Stunden. Vor allem Nahrungsmittel- und toxisch bedingte Kopfschmerzen werden auf diese Weise unmittelbar gelindert oder sogar gänzlich aufgehoben.

Nach der Behandlung bei mir bekommen Sie auch Übungen für zu Hause gezeigt, um die betroffene Muskulatur z.B. im Hals/Nacken-, Schulter- , Brust- und Kieferbereich, sowie die Augen zu entspannen. Diese unterstützen die Therapie optimal und können zu langfristiger Beschwerdefreiheit beitragen.


Schulter-Arm-Syndrom

Da der Kontakt zwischen Oberarmknochen und Schultergelenkpfanne nur gering ist, ist die umgebende Muskulatur hier besonders gefordert. Leider kommt es aber gerade in diesem Bereich sehr häufig zu Fehlbelastungen. Oftmals findet man dauerhaft hochgezogene Schultern, die wiederum auf eine nach vorn gebeugte Haltung aufgrund von Verkürzungen der Brust- und Bauchmuskulatur zurückzuführen sind. Auch schleicht sich im Alltag gern eine unökonomische Nutzung der Schultermuskulatur ein. So wird zum Beispiel häufig zuerst die Schulter hochgezogen, bevor beispielsweise die Computermaus bewegt wird, gestrickt oder Klavier gespielt wird. Deshalb sollte im Verlauf der Behandlung auch besonderes Augenmerk auf diese kleinen unwillkürlich ablaufenden Angewohnheiten gelegt werden. Nur wenn man sich dieser Dinge bewusst ist, kann man auch gezielt entgegensteuern und neues Verhalten einüben.

In Folge der muskulären Verkürzungen kann es im Schultergelenk auf Dauer zu Einklemmungen der Sehne, zu Schleimbeutelentzündungen und Kalkablagerungen kommen. Oftmals wird dann eine Operation empfohlen, ohne die wirklichen Ursachen zu beheben.

Wenn sich in der Schulter zunehmende Versteifung und Bewegungseinschränkungen bemerkbar machen, können diese zusätzlich zur manuellen Therapie sehr gut durch die Gabe von orthomolekularen Substanzen beeinflusst werden. Ich verwende in meiner Praxis ausschließlich hochreine, hypoallergene Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Amino- und Fettsäuren. Gleich vor Ort kann durch die direkte Gabe auf die Zunge das passende Mittel in seiner Wirkung getestet werden.

Die Muskeln des Schultergürtels haben einen engen Bezug zu Dysbiosen des Darms. Deswegen empfiehlt sich in vielen Fällen eine begleitende Darmsanierung.


Weitere Schmerzzustände, die auf eine ganzheitliche Behandlung ansprechen, sind z.B.: Arthrose, Bandscheibenprobleme, Fersensporn, Fibromyalgie, Frozen Shoulder, Fußgelenkschmerz, Golf-/Tennisellenbogen (Epicondylitis), Hallux valgus, Hexenschuss, Hüftschmerzen, Ischialgie, ISG-Blockade, Joggerschienbein, Karpaltunnelsyndrom, Kiefergelenkschmerzen (CMD = Craniomandibuläre Dysfunktion), Knieschmerzen, M. Bechterew, Nackenverspannungen, Schiefhals, Skoliose.

 

Christine Fleckenstein - Heilpraktikerin | Rheinstraße 7 | 80803 München | Tel. +49 (0)89/92306952
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